Kunststopfen und Ausbessern

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Applikationen – die dritte Lösung

Funktional – und manchmal absolut modern

Wenn zum Beispiel bei großflächigen Beschädigungen und manchen Materialien weder Kunststopfen noch Ausbessern helfen, gibt es auch noch einen dritten Weg: Die Applikation.

 

Durch das Auf- oder Einsetzen von Stoff können sogar mehrere unschöne Quadrat-Zentimeter einfach im Verborgenen verschwinden. Applikationen werden auch gern bei dünnen oder schon durchscheinenden Stellen im Stoff eingesetzt: Bei Jackets oder Pullovern sind sogenannte Ellenbogen-Patches so modern, dass mittlerweile sogar Neuware damit ausgestattet wird.
Ja, und dann eins noch: Warum ich das Wort „Flicken“ in diesem Zusammenhang überhaupt nicht gern höre, lesen Sie ganz unten auf der Seite.

Aber zunächst ein paar Beispiele:

 


65,00 EUR




45,00 EUR



Wenn scheinbar nichts mehr geht, geht doch noch was:

Natürlich können wir großflächige Beschädigungen nicht rückgängig machen – doch nach der Schadensbegrenzung sind die Mäntel wieder absolut tragbar.

 

 


40,00 EUR

 

 

 


40,00 EUR

 

 

 


45,00 EUR

Steppjacken – ein idealer Fall für Applikationen:

Nach dem Auf- bzw. Einsetzen neuer Rauten muss man schon sehr genau hinsehen, um die ehemals schadhaften Stellen zu entdecken.

 

 

Inklusive Ausbesserung des Wollstoffes und Patches
gesamt: 23,00 EUR

Ellenbogen-Patches – heute wieder topmodern!

Vor zehn Jahren schienen sie den meisten noch zu großväterlich – heute sind Ellenbogenschoner (oder neudeutsch: „patches“, siehe unten) so modern, dass man sie sogar bei neuen Pullovern oder Jacken sieht. Natürlich darf man sie auch noch verwenden, wenn das Gewebe am Ellebogen unschön oder durchscheinend wird. 

 

 

 

Applikation? Oder Patch? Oder was?

Oder: Warum das Wort „Flicken“ für mich gar nicht geht.

Die Sprache macht es einem manchmal nicht leicht. Wenn ich mit Kunden über Applikationen spreche, übersetzen einige das gern mit „Flicken“. Ich kann’s ja verstehen. Denn erstens ist das Wort schön Deutsch und zweitens weiß erstmal jeder, was gemeint ist. Tja, und vor ein paar hundert Jahren wäre das auch noch völlig in Ordnung gewesen.

Schau’n wir mal zurück:
Laut Herkunftswörterbuch bedeutete das Wort vlicken im Mittelhochdeutschen „einen Fleck an- oder aufsetzen“ und war vom Wort „Fleck“ in seiner ursprünglichen Bedeutung „Lappen“ abgeleitet. Außerdem meinte man mit „Fleck“ damals auch ein Stück Land – überliefert ist dies beispielsweise noch in der Wendung „ein schönes Fleckchen Erde“.
Aber heute denkt man bei dem Wort Fleck auch nicht mehr an ein Grundstück, sondern eher an Rotwein, Kaffee oder Tomatensoße – und zwar dort, wo die nun wirklich nichts zu suchen haben. Genauso verhält es sich mit „Flickwerk“, das bereits seit dem 15. Jahrhundert als „schlechte, zusammengeflickte Arbeit“ verstanden wird. Also: Flicken geht gar nicht.

Und wie steht’s mit „patch“?
Sie haben ja recht: Erstens wieder so ein blöder, neumodischer Anglizismus und zweitens heißt „patch“ nichts anderes als – genau: Flicken. Naja, aber das Wort klingt halt nicht so. Patchwork-Decken oder Patchwork-Familien wären sicher auch nicht glücklich, wenn sie mit „Flickwerk-Decken“ oder gar „Flickwerk-Familien“ übersetzt würden. Deswegen: Patch ist ein bisschen besser als Flicken.

Dann also die „Applikation“:
Zugegeben, der Begriff kommt ein wenig technisch daher und wird heute auch häufig in der Computerwelt für Anwendungssoftware genutzt. Bei Smartphones und Tablets auch gern liebevoll abgekürzt als „App“.

Nichtsdestotrotz handelt es sich um einen schneidertechnischen Fachbegriff, der aus dem lateinischen applicare = „anfügen“ abgeleitet ist und in meinem Handwerk immer dann verwendet wird, wenn ein Stoff auf einen anderen Stoff aufgesetzt bzw. aufgenäht wird. Deshalb ist und bleibt die „Applikation“ meine erste Wahl...

 

 

 

Weitere Impressionen aus der Schneiderei Burscheid: