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Der Reißverschluss

Wunderwerk der Technik

1893 war er der Held der Weltausstellung in Chicago, Kurt Tucholsky widmete ihm eine Geschichte, die Rolling Stones inszenierten ihn spektakulär:
Der Reißverschluss.
Doch manchmal spielt er trotz seines Ruhmes nicht mehr mit:  Er klemmt, wo er nicht klemmen sollte – oder klemmt nicht, wo er klemmen sollte und öffnet sich hartnäckig immer wieder. Doch Wunderwerk hin, Wunderwerk her – wenn der Reißverschluss nicht mehr so will, wie Sie wollen, tauschen wir ihn einfach aus. Dafür sind wir da.

 

Nichts ist ärgerlicher als ein defekter Reißverschluss: Auch wenn Jeans, Rock oder Jacke noch völlig in Schuss sind – wenn er hakt oder den Zipper (so heißt der kleine Griff zum Öffnen und Schließen) verloren hat, bleibt das Kleidungsstück im Schrank, bis es schließlich in der Altkleider-Sammlung landet. Auch wenn es noch so gut aussieht.


Doch so weit muss es nicht kommen. Denn die Schneiderei Burscheid setzt professionell neue Reißverschlüsse ein: vom Zwei-Wege-Reißverschluss in der sportlichen Windjacke über den Plastik-Reißverschluss in der Bettwäsche bis zum verdeckten Reißverschluss im kleinen Schwarzen ...

Wahre Wunder kann mitunter auch das nachträgliche Einarbeiten eines Reißverschlusses bewirken, denn mit dem neuen Accessoire 

  • ist der Kinderpullover mit dem engen Halsausschnitt auf einmal wieder erste Wahl
  • wird aus dem unbequemen Sportpulli eine praktische Strickjacke
  • lässt sich die modische Tasche auch noch sicher verschließen


Haben Sie noch individuelle Fragen zu Ihrem Kleidungsstück? Dann kommen Sie einfach vorbei – wir beraten Sie gern!

Die Messe-Modelle:

Wissen was geht: Für die internationale Textilmesse IMB Köln entwickelte die Schneiderei Burscheid gemeinsam mit dem Reißverschlusshersteller YKK STOCKO ein Modell-Kleid der besonderen Art.
(Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung der YKK STOCKO FASTERNERS GmbH)

 

 

 

„Wie sieht der Erfinder des Reißverschlusses aus?“

fragte sich 1928 bereits Kurt Tucholsky. Er stellte sich einen älteren, weißhaarigen, teils mürrischen, teils vergnügten Mann vor, „vergnügt, wenn seine Frau verreist ist, mürrisch in allen anderen Lebenslagen.“ Und der erfand eines Nachts den Reißverschluss.

Viel Genaueres ist in der Tat von den Anfängen der Erfindung nicht bekannt: Seit 1850 wurden die ersten Versuche unternommen, aber erst 1890 entstanden brauchbaren Exemplare. 1893 meldete der Amerikaner Whitcomb Judson den Reißverschluss als Patent an, worauf er im gleichen Jahr auf der Weltausstellung in Chicago gefeiert wurde – als „clap locker“, einer innovativen Verschlusstechnik für – Schuhe!

Zwei weitere Jahrzehnte sollten vergehen, ehe Reißverschlüsse in Serienproduktion gingen: Im größeren Umfang eingesetzt wurden sie zum ersten Mal im Jahr 1917 für wetterfeste Lotsen-Anzüge der US Navy. Einzug ins europäische Zivilleben erhielten sie seit 1925 und entwickelten sich seitdem zur Selbstverständlichkeit der Alltagskleidung. Ins Rampenlicht rückte der Reißverschluss noch einmal im Jahr 1971: Die Rolling Stones veröffentlichten das Album „Sticky Fingers“ mit einem von Andy Warhol entworfenen Cover, das eine Jeans mit einem echten, voll funktionstüchtigen Reißverschluss zeigte.

Auch ohne spektakuläre Inszenierung leistet der Reißverschluss in vielen Bereichen treue Dienste. Doch wenn wir uns heute den Reißverschluss einmal näher betrachten, sind wir im Grunde nicht viel weiter als Tucholsky, der bereits vor fast 80 Jahren voller staunender Bewunderung bemerkte: „Kein Mensch kann sich erklären, warum der Reißverschluss funktioniert. Niemand weiß es. Die Fabrikanten können ihn herstellen, aber sie wissen eigentlich auch nicht ganz genau, was sie da fabrizieren. Ich weiß es nicht. Du weißt es nicht. Wir wissen es alle nicht.“


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